AKTUELLES

Ostergruß 2024

1. April 2024

Ostern 2024 – Wir feiern das Leben!

Wir freuen uns schon jetzt über mehrere Kinderlein, die wir in der diesjährigen Osterzeit auf ihrem Weg ans Licht der Welt begleiten durften und sind gespannt, wer sich heute am Ostermontag noch zur Geburt auf den Weg zu uns macht.

Eine ganz besondere Geschichte jedoch möchten wir (natürlich mit Einverständnis der Familie) mit Euch teilen:

Montag, plötzlich Luftnot und Enge im Brustkorb. Lydia begreift sofort und wählt mit Verdacht auf Herzinfarkt den Notruf 112. Ihr Schwiegerpapa braucht dringend Hilfe und wird zur sofortigen Versorgung ins St. Josefs-Krankenhaus Potsdam gebracht, da gibt es eine Chest Pain Unit und ein Herzkatheterlabor. Die ungewöhnliche Schwere des Infarktes wird dort sofort erkannt und deshalb der Transport via Hubschrauber ins Herzzentrum unverzüglich veranlasst. Nur eine Operation am offenen Herzen kann ihm helfen, er überlebt es sehr knapp. Am Samstag des Osterwochenendes kann er zurück „ins Josefs“ verlegt werden – der Grund ist denkbar gut: Zwei Stunden vorher ist hier sein Enkeltöchterlein zur Welt gekommen! Lydia hat die kleine Ilvy Lola geboren. Wiedervereinigung der Familie im Kreißsaal, zwei Wunder treffen aufeinander. Emotional geht es bei uns oft zu, aber das war schon sehr besonders. Wir wünschen der Familie von Herzen alles Gute!

Lydia & Tochter Ilvy Lola mit Papa, Oma und Opa

Die Geschichte zeigt, wie wichtig familiäre Bindungen sind, was Liebe ist und wie bedeutend Aufmerksamkeit in den richtigen Momenten sein kann.
Die Geschichte zeigt, was medizinisch heutzutage möglich ist und macht deutlich, wo auch das Leben mal am Scheideweg steht.
Die Geschichte zeigt, dass Anstrengung, Dankbarkeit und Freude auch heute noch Platz in unserem Leben haben müssen.
Die Geschichte zeigt auf, dass es viele Menschen gibt, die auch an Feiertagen, nachts, trotz eigenen Familien, arbeiten und für andere mit vollem Einsatz da sind und so diese Geschichten möglich machen.

Für all das stehen wir Hebammen im St. Josefs-Krankenhaus ein und danken Euch für Euer Vertrauen, dass wir Euch bei Euren Geburten begleiten dürfen.

Frohe Ostern!

NEW: Information evening in english

21. März 2024

Attention future parents!
We are offering an information evening in english at our hospital on 02.05.2024 at 7pm for the first time.
If you are thinking of having your baby at St. Josefs hospital, this is the chance to get to know us. You will get all information about giving birth and our work here. There is also the chance to look at the delivery rooms.

You will find us in the old building (Haus St. Josefs) on the ground floor. There is no need to register. Just come if you’re interested.

If you need any further information, please contact hebamme.justine@proton.me

We look forward to seeing you!

Wir für Euch. Wir für ALLE.

4. Februar 2024

Wir Hebammen arbeiten in einem sehr sensiblen, sehr menschlichen Bereich. Wir fühlen uns dabei den Grundsätzen der Ethik für Hebammen, die wir in uns tragen, verbunden. Es fühlt sich daher für uns, die wir hier im Kreißsaal des Alexianer St. Josefs-Krankenhauses Potsdam arbeiten, sehr seltsam an, dass wir das tatsächlich so formulieren, aussprechen und in einem Bild symbolisieren.

Aber auch unser Beruf hat dunkle Zeiten hinter sich. Daher ist uns wichtig zu betonen, dass die Achtung der Menschenwürde, Toleranz und Respekt für uns nicht verhandelbar sind.

Hebammen gewährleisten die gesundheitliche Versorgung aller Frauen, Säuglinge und Familien vor, während und nach der Geburt eines Kindes und während der gesamten reproduktiven Phase. Wir begleiten Frauen und ihre Familien unabhängig von ethnischer, sozialer oder religiöser Herkunft, Geschlecht, Alter, Weltanschauung, sexueller Identität, materieller Situation, Handicap, Beeinträchtigung, Pflegebedürftigkeit oder Krankheit. Unser Ethik-Kodex basiert auf der Anerkennung der Würde eines jeden Menschen. Wir begegnen allen Menschen unvoreingenommen und mit Respekt.
Quelle: „Positionspapier für eine demokratische Gesellschaft“, DHV, 2021

Wir Hebammen – egal ob hier im Kreißsaal, auf der Station oder in der außerklinischen Arbeit – sehen uns den Werten Toleranz und Offenheit verpflichtet. Familie definieren wir als eine Lebensgemeinschaft, zu der Kinder gehören. Dies ist unabhängig von der Lebensform der Eltern. Wir setzen uns für das Selbstbestimmungsrecht aller Frauen ein. Wir respektieren und achten das Recht der Frauen auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung. Vielfältige Frauenrollen und Familienmodelle, vollständige Chancengleichheit und Gleichberechtigung, eine multikulturelle, vielfältige Gesellschaft, Menschenrechte, dazu soziale Teilhabe und Gerechtigkeit sowie Demokratie und Mitbestimmung sind für uns wichtige Eckpfeiler unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Anfeindungen und Diskriminierung haben bei uns keinen Platz.

Unser Leitbild fasst dies alles und noch viel mehr zusammen.

Gut vorbereitet auf die Geburt?

23. Januar 2024

Der Entschluss steht fest: Geburt „im Josefs“! Trotzdem ein mulmiges Gefühl, richtig? Unbekannte Räume, seltsame Gerätschaften, fremde Menschen… dazu noch Wehen und überhaupt: sind „die da“ nett? Kann ich so sein, wie ich bin? Helfen „die“ mir wirklich, wenn ich es brauche? Berücksichtigen „die“ meine Wünsche? JA!

Damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben, lernen wir Euch gern vor der Geburt kennen. Das Anmeldegespräch ist nicht nur dazu da, die medizinischen Fakten aufzunehmen. Wir möchten auch gern wissen, welche Ideen Ihr von der kommenden Geburt habt. Welche Wünsche gehen Euch durch den Kopf? Was könnt Ihr Euch überhaupt nicht vorstellen? Gibt es Dinge, die Ihr ablehnt? Oder wollt Ihr irgendetwas ganz unbedingt? Was geht, was geht nicht (und warum nicht)? Sprecht mit uns über alles und jedes, bringt Eure Fragen mit, macht Euch Notizen.

Vorbereitend auf das Anmeldegespräch könnt Ihr diesen Geburtsplan ausfüllen, gern auch ergänzen, und zu unserem Termin mitbringen. Er hilft, dass Ihr Eure Gedanken in Worte fassen könnt. Uns Hebammen hilft er ungemein, Euch möglichst nach Euren Wünschen betreuen zu können.

Den Geburtsplan und weitere Dokumente findet Ihr hier und unter unseren Downloads.

Unser Team stellt sich vor: Willkommen, Justine!

17. Januar 2024
Justine Schultz

Seit April 2023 bereichert Justine unser geburtshilfliches Hebammenteam. Sie ist außerdem Praxisanleiterin und begleitet Hebammenstudentinnen bei ihren praktischen Einsätzen bei uns.

Wer bist du?
Hej, mein Name ist Justine, ich bin 28 Jahre alt und stolze Wahlpotsdamerin seit 2014.

Hast du Hobbys?
Wenn ich nicht gerade im Kreißsaal stehe, verbringe ich meine Zeit sehr gern auf Indie-Konzerten, im Blu oder vor dem Backofen. Zu meinen Lieblingsorten zählt der BER, denn von hier aus flüchte ich hin und wieder vor dem Alltag.

Seit wann bist du Hebamme?
Seit 2018 habe ich mein Examen in der Tasche und ein Jahr später konnte ich auch einen Bachelortitel mein Eigen nennen.

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Der Beruf hat sich auf wundersame Weise zu mir verirrt. Als meine Zukunft nach dem Abitur schon unter Dach und Fach schien, brachte mich meine Oma auf Umwege. Offensichtlich war sie mit meiner Berufswahl nicht ganz zufrieden und fragte mich, ob ich nicht lieber Hebamme werden möchte. Und JA! Gesagt getan.

Warum hast du dich für das St. Josefs Krankenhaus entschieden?
Nachdem ich viele Jahre in der Berlin gearbeitet hatte und eine Veränderung brauchte, dachte ich mir: „Warum nicht mal in Potsdam mein Glück versuchen?“. Wer kann mit dem -fast- Blick auf das Brandenburger Tor schon widerstehen. Und schon nach kurzer Zeit, finde ich es sehr beeindruckend, wie viel Engagement jede einzelne Kollegin zeigt.

Was bietest du in deiner Freiberuflichkeit an?
Ich biete eine kontinuierliche Betreuung während Schwangerschaft und Wochenbett an.

Worte für den Tag (rbb) über Hebammen

26. Dezember 2023
Worte für den Tag – 28.11.2023 von Johannes Rogge (rbb)

„Immer, wenn im Freundeskreis die frohe Botschaft einer Schwangerschaft die Runde macht, geht es irgendwann auch um diese Frage: Habt ihr eine gute Hebamme? Wir waren damals spät dran und sind mit Glück und vielleicht ein bisschen Fügung noch fündig geworden. Aber das ist leider nicht jedem Paar vergönnt.

Vor der ersten Schwangerschaft hatte ich mir keine ernstzunehmenden Gedanken über das Hebammen-Dasein in Deutschland gemacht. Mittlerweile weiß ich: Der Hebammenberuf stirbt langsam aus, wenn nicht massiv gegengesteuert wird. Und so kann es mittlerweile schon mal vorkommen, dass eine Frau ihr Kind fast im Foyer des Kreißsaals bekommen muss, schlicht weil aufgrund des Personalmangels keine Hebamme früher zur Verfügung steht.

Dazu kommt: Der Hebammen-Job beginnt eigentlich nicht erst bei der Geburt. Gerade beim ersten Kind ist die Begleitung und Betreuung der werdenden Mutter und des Paars unfassbar wichtig. Zeit und Raum zu geben für alle Fragen und Unsicherheiten, die da sind. Ruhepool sein, wenn die werdenden Eltern fast durchdrehen. Rollen klären. Vertrauen geben. Bestärken.

Ich bin dankbar, dass wir eine so einfühlsame und bestärkende Hebammenarbeit erfahren durften. Und noch dankbarer bin ich natürlich für meinen Sohn – dieses Wunder, das unseren Alltag durcheinanderwirbelt, so viel wertvollen Schlaf kostet und doch von mir so geliebt wird, wie ich es vorher noch nie gespürt habe. Es klingt zwar abgedroschen und doch empfinde ich es so: Die Geburt des eigenen Kindes lässt mich viel selbstverständlicher an
einen Schöpfer glauben.

„Du schaffst das“ – „Hab Vertrauen in dich und deine Stärke“ – „Du bist groß, stark und wunderbar – so wie du bist!“ Das sind Sätze, die meine Frau von unseren Hebammen im Laufe der Monate gehört hat. Empowerment pur!
Und ich finde, aus diesen Sätzen klingt eine Haltung, die auch Gott jedem seiner Kinder – also jeder und jedem von
uns – entgegenbringt: Ich denke groß von dir, ich setze Vertrauen in Dich, Du bist mir wichtig und: ich liebe dich! Diese Haltung kann verändern. Sie gibt Kraft und Zuversicht; ist unglaublich wertvoll und schenkt am Ende Leben.“

Wir Hebammen im St. Josefs-Krankenhaus teilen diese Worte gern und danken Herrn Rogge vom Erzbischöflichen Ordinariat Berlin, dass er sie uns zur Verfügung gestellt hat. Diese „Worte für den Tag“ haben uns gut in unsere alltägliche (und -nächtliche) Arbeit starten lassen und wir finden, sie passen auch außerordentlich gut in die Weihnachtszeit.

ONLINE-ANMELDUNG ZUR GEBURT

Sie sind schwanger und möchten im St. Josefs-Krankenhaus Potsdam gebären? › Dann buchen Sie gerne online einen Termin zum Vorgespräch bei uns. Wählen Sie einen Termin zwischen Ihrer 35. und 38. Schwangerschaftswoche.  Das Vorgespräch zu diesem Zeitpunkt Ihrer Schwangerschaft ermöglicht es uns, alle wichtigen Daten für die Geburt erfassen zu können. Wichtige Informationen zur Anmeldung zur Geburt und den Voraussetzungen für eine Geburt bei uns finden Sie unter unseren  FAQs.

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